Bild Steine im Wasser  [von Dipl.-Psych. Ellen Bahr und  Dipl.-Psych. Claudia Hesse Psychologische Psychotherapeutinnen in Köln]
Gruppentherapie

Gruppentherapie

Die Gruppentherapie eignet sich für eine Vielzahl von Schwierigkeiten, seien es Probleme, die genau im zwischenmenschlichen Bereich liegen (z.B. soziale Ängste) oder Probleme, bei denen die Klienten voneinander profitieren können, weil sie unter den gleichen Schwierigkeiten leiden.

Die Gruppentherapien, die wir anbieten, sind themenspezifisch, d.h. sie geben das Problem/Thema vor, was im Rahmen dieser Gruppe behandelt wird. Die Gruppen beginnen nicht zu einem festgesetzten Termin, sondern dann, wenn sich mindestens sechs Klienten gemeldet haben, die Interesse an der Teilnahme haben. Vor dem Beginn der Gruppentherapie findet dann jeweils ein Einzelgespräch statt, das dazu dient, dass wir uns gegenseitig kennen lernen und dass Sie Ihre Erwartungen, die Sie an die Gruppe haben, mit dem, was wir anbieten, vergleichen können.

Die Gruppensitzungen finden jeweils abends statt und umfassen 100 Minuten (entspricht einer Doppelsitzung).

Derzeit bieten wir zu folgenden Themen Gruppentherapien an:

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Titel: Chronische Schmerzen

Therapeutin: Ellen Bahr

Beschreibung: Schmerzen, vor allem chronische Schmerzen, betreffen immer den gesamten Menschen. Schmerzen sind eine untrennbare Einheit aus körperlichen und psychischen (oder seelischen) Anteilen. Schmerzen sind immer mit Gedanken und Gefühlen verbunden, auch wenn wir uns dessen nicht ständig bewusst sind. Schmerzen beeinflussen außerdem unser Verhalten und unsere sozialen Beziehungen.

Chronische Schmerzen sind somit ein sehr komplexes Phänomen. Anders als akute Schmerzen sind chronische Schmerzen nicht mehr auf eine bestimmte Ursache zurückzuführen, die „repariert“ und beseitigt werden könnte. Wenn keine körperliche Ursachen oder Befunde ermittelt werden können, heißt dies aber nicht, dass die Schmerzen auf einen psychischen Defekt oder eine psychische Krankheit hinweisen. Eine solche Unterscheidung ist vom Standpunkt moderner Schmerzforschung betrachtet inzwischen überholt und damit falsch. Schmerzen müssen vielmehr als eigenständige Krankheit begriffen und auch so behandelt werden, mit eigenen Therapiekonzepten.

Die Gruppe soll ca. 8-10 Doppelstunden (90 min.) umfassen und soll die Gruppenteilnehmer aktiv mit einbeziehen, indem die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten gestärkt werden, auf die Schmerzen selbst Einfluss zu nehmen.

Inhalte: Informationen über Schmerzen und Schmerzentstehung, Erarbeitung von Ansatzpunkten, über die Sie selbst auf die Schmerzen Einfluss nehmen können, Methoden und Techniken zur Schmerzbewältigung, Erarbeitung von Verstärkern von Schmerzen, aber auch Aspekte zur Schmerzlinderung, Schmerzakzeptanz, Genusstraining.

Beginn: noch offen (sobald sich 6 Interessenten angemeldet haben)

Termine: abends (dienstags oder donnerstags)

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Titel: Behandlung von Zwangsstörungen

Therapeutin:  Claudia Hesse

Beschreibung: Jeder kennt das Gefühl, etwas tun oder denken zu müssen. Dies ist in der Regel unproblematisch, wenn das Leben hierdurch nicht nennenswert eingeschränkt wird. Ist die Belastung jedoch so groß, dass die normale Lebensführung nicht mehr oder nur unter sehr großen Schwierigkeiten möglich ist, wird eine Behandlung notwendig.

Zwangsstörungen zeichnen sich durch folgende Punkte aus:
1. Der innere, subjektive Drang, bestimmte Inhalte zu denken (Zwangsgedanken) oder zu tun (Zwangshandlungen).
2. Versuch, den Drang zu unterdrücken oder mittels anderer Gedanken oder Tätigkeiten zu neutralisieren.
3. Wahrnehmung der Zwangsgedanken oder -handlungen als übertrieben oder unbegründet.
4. Die Zwangsgedanken oder -handlungen verursachen eine erhebliche Belastung und/oder sind sehr zeitaufwendig.

Die Beschwerden einer Zwangserkrankung können zudem Folgeprobleme (wie beispielsweise eine Depression) auslösen.

Die Behandlung einer Zwangsstörung in der Gruppe hat sich als effiziente Methode herausgestellt, da die Ausgangsbedingungen aller Teilnehmer ähnlich sind und die möglicherweise anfängliche Scham schnell durch eine vertrauensvolle und unterstützende Atmosphäre abgebaut werden kann. 
Nach Vermittlung eines Erklärungsmodells der Zwangsstörung steht bei der verhaltenstherapeutisch ausgerichteten Gruppentherapie die gezielte Veränderung der Zwangssymptome im Vordergrund. Hierzu werden störungsauslösende und störungsaufrechterhaltende Bedingungen identifiziert. Eigene Denk- und Verhaltensgewohnheiten werden hinsichtlich ihrer Folgen für die psychische Störung bewertet. Hilfreiche Verhaltens- und Denkweisen sollen schrittweise verstärkt werden. Durch Konfrontation mit bisher gemiedenen Situationen, Gedanken und Verhaltensweisen soll die Erfahrung ermöglicht werden, dass die befürchtete Katastrophe  ausbleibt und dass unangenehme Gefühlszustände bewältigt werden können.  Eine derartige Konfrontation erfolgt immer gut vorbereitet.
Der Austausch in der Gruppe ist hierbei ein sehr unterstützender Bestandteil.
Im Verlauf der Therapie werden Sie kontinuierlich Informationen erhalten, mit deren Hilfe Sie ihr Verhalten besser verstehen und neues Verhalten leichter ausprobieren können.

Ablauf / Organisation:
Eine regelmäßige Teilnahme an der Gruppentherapie (max. 10 Teilnehmer) ist notwendig, da es sich um eine geschlossene Gruppe handelt und die vermittelten Inhalte und Übungen aufeinander aufbauen.
Die Gruppentherapie läuft über 12 Sitzungen à 100 Minuten im wöchentlichen Rhythmus.
Zwangssymptome können Ausdruck einer eigenständigen Störung, einer anderen psychischen Erkrankung oder körperlichen Erkrankung sein. Um herauszufinden, um welches Störungsbild es sich handelt, findet vor der Gruppentherapie ein ausführliches Diagnostikgespräch statt. 

Beginn: noch offen (sobald sich 6 Interessenten gemeldet haben)

Termine: abends (dienstags oder donnerstags)
 

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Diplom-Psychologin Ellen Bahr und Diplom-Psychologin Claudia Hesse | Psychologische Psychotherapeutinnen
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